Geburtshilfe, Fachbeitrag

Hebamme finden: Beratung & Betreuung vor und nach der Geburt

7. Juni 2023 -

Der Beruf der Hebamme ist eines der ältesten menschlichen Tätigkeitsfelder. Erfahrene und ausgebildete Frauen und mittlerweile auch Männer begleiten schwangere Frauen bei der Geburt ihres Babys sowie in den ersten Wochen des Kennenlernens. Sie hören zu, beraten, erklären und vermitteln Techniken für alle Belange vor und nach der Geburt.

Im folgenden Beitrag erklären wir, wie Sie eine Hebamme finden und was deren verschiedene Aufgaben sind.   

Eine aufregende Zeit für Mutter und BabyDie Schwangerschaft, anschließend die Geburt und auch das Wochenbett sind für Frauen und ihre Babys schöne, aber auch herausfordernde Zeiten. Die werdenden Mütter erleben, wie sich ihr Körper verändert und spüren ab einem bestimmten Zeitpunkt, wie ihr Kind wächst und an Größe sowie Gewicht gewinnt.

Professionelle Geburts- und Wochenbett­begleitung

Während der Geburt werden den Frauen mitunter körperliche Höchstleistungen abverlangt sowie das Wochenbett größtes Glück und zugleich auch mentale Herausforderungen bereithalten kann. Neben Familienangehörigen und Freundinnen sowie Freunden stehen professionelle, ausgebildete und erfahrene Hebammen in der Nähe den Müttern, ihren Partnerinnen oder Partnern und ihren Neugeborenen in dieser außergewöhnlichen Lebensphase vertrauensvoll zur Seite.

Eine Hebamme fasst auf den Bauch einer Schwangeren. Beide schauen lächelnd zur männlichen Begleitung.
Das Zwischen­menschliche muss stimmenViele Frauen fragen sich während ihrer Schwangerschaft: Ich möchte eine Hebamme finden – wie, wo und ab wann suche ich nach ihr? Es empfiehlt sich, möglichst früh damit zu beginnen und mit der notwendigen Ruhe und ganz ohne Druck nach einer passenden professionellen Begleitung zu suchen.

Wo finde ich eine Hebamme?

Der Hebammenverband stellt werdenden Eltern dafür online ein bundesweites Hebammenverzeichnis zur Verfügung. Eine Hebamme über die Krankenkasse finden ebenfalls einige Schwangere – zumindest dann, wenn ihre Krankenkasse eine Hebammensuche oder Informationen zu Portalen wie „ammely“ anbietet.

Wer gerne auf Empfehlungen vertraut, fährt gut damit, sich mit Verwandten, Freundinnen oder Bekannten auszutauschen und deren persönliche Erfahrungen in die eigene Entscheidung einfließen zu lassen.

Aufgaben einer Hebamme

  • Betreuung der werdenden Mutter vor der Geburt:
    • Ernährungsberatung, Hilfestellung bei Beschwerden, Tipps zur Lebensführung
  • Die Durchführung von gewissen Vorsorgeuntersuchungen
  • Bei Bedarf: Die Vermittlung an medizinisches Fachpersonal
  • Vorbereitung der Geburt in der Geburtsklinik sowie Nachsorge
  • Betreuung des Geburtsvorgangs
  • Betreuung und Beratung im Wochenbett
  • Überprüfung von Rückbildungsmaßnahmen im Wochenbett
  • Beobachtung und Überprüfung der Entwicklung des Säuglings
  • Stillberatung
  • Beratung rund um die Babypflege
  • Unterstützung beim „Bonding“, also der Beziehung von Eltern und Kind
  • Mentale sowie emotionale Unterstützung für Mutter und Vater

Beleghebamme oder Klinik­hebamme?

Unterschiede im Überblick

Wenn Schwangere sich eine vertrauensvolle Betreuung durch ihre Hebamme wünschen, die bereits vor der Geburt beginnt und erst im Laufe des Wochenbetts endet, entscheiden sie sich für eine freie Hebamme in der Nähe. Diese ist im Gegensatz zu Klinikhebammen, die auf die Betreuung des Geburtsvorgangs und die ersten Lebenstage des Säuglings spezialisiert sind, nicht in einer Geburtsklinik beschäftigt.

Arbeiten Hebammen freiberuflich, können sie als Beleghebamme den Geburtsvorgang allerdings ebenfalls selbst begleiten und in der Geburtsklinik als vertrautes Gesicht für die werdenden Eltern vor Ort sein.

In den meisten Fällen arbeiten die Hebammen dann mit bestimmten Häusern zusammen. In der Geburtsklinik selbst, wie in der Caritas-Klinik Maria Heimsuchung Berlin-Pankow, steht Schwangeren ein erfahrenes Team an Klinikhebammen zur Seite, das Geburten professionell einleitet sowie betreut und Mutter und Baby im Anschluss daran vertrauensvoll versorgt.

In ruhiger & sicherer AtmosphäreIn der Caritas-Klinik Maria Heimsuchung begrüßen die Ärztinnen, Ärzte, das Pflegepersonal und die Hebammen jedes Jahr rund 1.800 Babys. Die frischgebackenen Eltern können sich der Geburt und dem Kennenlernen ihres Säuglings widmen und werden dabei von den Klinikhebammen unterstützt. 

Baby­freundliche Geburtsklinik

Die Geburt wird in der Caritas-Klinik Maria Heimsuchung individuell und auf die jeweiligen Bedürfnisse der Schwangeren ausgerichtet durchgeführt, wobei der Fokus hier auf der natürlichen Geburt liegt. Dies unterstreicht die geringe Kaiserschnittrate von 13 – 14 %. Der Auszeichnung als „Babyfreundliche Geburtsklinik“ kommt das Haus durch die Priorisierung der Beziehung von Eltern und Kind nach und schafft ausreichend Raum für die jungen Familien, um ihren neuen Lebensabschnitt entspannt, hervorragend beraten sowie betreut und somit gut vorbereitet zu beginnen.